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10. Zivilcouragepreis geht an Thomas Kauder

Über die zehnte Verleihung des von den Lions Clubs der Zone I,1 - Cadolzburg, Fürth, alle Nürnberger Lions Clubs und Zirndorf - gestifteten "Lions-Preis für Zivilcourage" berichteten die "Nürnberger Nachrichten" am 29. September 2009:

Lkw-Fahrer rettete schwangere Frau
Thomas Kauder kam einer 20 jährigen zu Hilfe, die von ihrem Ex-Freund geprügelt wurde

Er lauerte ihr auf, trat sie in den Bauch und attackierte das ungeborene Kind: Ein 31-jähriger hat seine Ex-Freundin lebensgefährlich verletzt. Es hätte noch schlimmer kommen können, wenn Thomas Kauder nicht dazwischengegangen wäre. Jetzt wurde der Lkw-Fahrer vom Lions Club geehrt.

Kauder saß in seiner Stammkneipe in Fürth am Spielautomaten, als er Schreie hörte. "Das ist nicht normal", dachte er und ging den Schreien nach. Im Hausflur stieß er auf seine Nachbarin Vanessa Nägel. Sie lag am Boden, ein maskierter Mann prügelte auf die 20-jährige ein, die zu diesem Zeitpunkt im sechsten Monat schwanger war. Das Opfer krümmte sich und hielt seine Hände schützend vor den Bauch. "Das war wie in einem schlechten Film", sagt Kauder.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass Vanessa Nägel von ihrem Ex-Freund im Hausflur abgepasst worden war. Er lauerte ihr auf, fiel über sie her und hatte es offensichtlich auf das Ungeborene abgesehen, das im Dezember zur Welt kommen soll. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchtem Schwangerschaftsabbruch. "Den ersten Schlag habe ich ins Gesicht bekommen. Dann bin ich nach hinten geflogen", erzählt Vanessa Nägel bei der Ehrung ihres Retters im Polizeipräsidium.

Kauder packte den Schläger und zerrte ihn in den Hinterhof. Als der 31-jährige über die Mauer flüchten wollte, setzte er ihn mit einem beherzten Griff außer Gefecht. "Ich habe ihn in die Mitte vom Hof gezogen." Kauder hielt den Täter fest, bist die Polizei da war.

Polizeipräsident Gerhard Hauptmannl und Helmut Naczinsky vom Lions Club loben Kauders mutigen Einsatz. "Wir brauchen Menschen mit Zivilcourage", sagt Hauptmannl und erinnert an das tödliche Drama am S-Bahnhof in München-Solln. "Das Schlimme an Solln ist ja, dass einer allein eingeschritten ist - und niemand hat ihn unterstützt." Naczinsky fordert eine "neue Kultur des Hinsehens", bevor er Kauder den mit 250 Euro dotierten Preis für Zivilcourage überreicht. Der Preis wurde zum zehnten Mal vergeben.

Ob Kauder noch einmal so handeln würde - vor dem Hintergrund von Solln? Kauder nickt. Zumal er weiß, was es heißt, selbst Opfer zu werden: Wenige Wochen vor seinem couragierten Einsatz wurde er selbst zusammengeschlagen. Er trug eine Kieferverletzung davon. "Deshalb musste ich schauen, dass mich der 31-jährige nicht im Gesicht erwischt."

 

Polizeipräsident Hauptmannl, Zone-Chairman der hiesigen Lions, Helmut Naczinsky, und Lions Dr. Stephan Popp, Lions Club Fürth, der Initiator des "Lions-Preises für Zivilcourage" bei der Preisverleihung im Polizeipräsidium NürnbergPolizeipräsident Hauptmannl, Zone-Chairman der hiesigen Lions, Helmut Naczinsky, und Lions Dr. Stephan Popp, Lions Club Fürth, der Initiator des "Lions-Preises für Zivilcourage" bei der Preisverleihung im Polizeipräsidium Nürnberg (von links)

Der geehrte Retter Thomas Kauder (links), das Opfer Vanessa Nägel und Zone-Chairman Lions Helmut NaczinskyDer geehrte Retter Thomas Kauder (links), das Opfer Vanessa Nägel und
Zone-Chairman Lions Helmut Naczinsky

 

September 2009


 

 



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